Garbsen hat den kleinsten Imkerverein in der Region

Hallo Deutschland!

Wenn wir an dieser Stelle über Insekten, Honigbienen und Wildbienen sprechen, dürfen wir natürlich auch an unsere eigenen Imker in Garbsen denken.

Gerne zitiere ich daher hier den bebilderten Bericht von Linda Tonn in der Hannovrschen Allgemeinen Zeitung vom 28. 4. 2018:

Der Imkerverein Osterwald ist der kleinste in der Region. Doch das soll nicht so bleiben. Der 32-jährige Vorsitzende Daniel Dietrich hat viele Ideen, die Begeisterung für sein Hobby auch an andere weiterzugeben.
"Bienen faszinieren mich": Daniel Dietrich ist seit einem Jahr Vorsitzender des Imkervereins. Quelle: Linda Tonn
„Bienen faszinieren mich“: Daniel Dietrich ist seit einem Jahr Vorsitzender des Imkervereins. Quelle: Linda Tonn

Wenn Daniel Dietrich über Bienen spricht, ist er kaum zu stoppen. „Das kann auch mal zwei bis drei Stunden dauern“, sagt der 32-Jährige, während er in einem Garten in Garbsen-Mitte steht und vorsichtig den kleinen Holzrahmen betrachtet. Darauf summt es und zahlreiche Bienen wuseln umher. „Die Tiere faszinieren mich einfach – schon allein, weil sie so einen Gemeinschaftssinn haben.“ Seit drei Jahren hält Dietrich eigene Bienenvölker im Garten, erntet Honig, pflegt die Beuten. Das entspanne ihn, sagt der junge Imker, der seinen Honig bei der Arbeit, an Familie und Freunde und in seiner Footballmannschaft verkauft. 118 Kilogramm haben seine Bienen im vergangenen Jahr produziert: „Auch wenn ich nichts dafür bekommen würde, hätte ich Bienen.“

Kleinster Verein in der Region

In Garbsen ist der 32-Jährige eine Ausnahme: „Anders als zum Beispiel in Hannover ist bei uns der Boom an neuen Imkern vorbeigezogen“, sagt Dietrich. Vor einem Jahr hat er den Vorsitz des Imkervereins Osterwald übernommen hat, der mit 22 Mitgliedern der kleinste Imkerverein in der Region Hannover ist. Der Altersdurchschnitt liegt deutlich über 50 Jahre, pro Jahr kommen zwischen fünf und acht neue Mitglieder hinzu. „In unseren Reihen gibt es viel Wissen und Erfahrung über Bienen und die Imkerei. Das Problem ist, dass es häufig nicht weitergegeben wird“, sagt Dietrich. Das älteste Vereinsmitglied imkere seit 1965.

Während Dietrich zeigt, wie die Bienen in seinem Stock ihre Kokons bauen und wo der Honig eingelagert wird, ist seine Begeisterung deutlich spürbar. Das will der 32-Jährige auf andere übertragen und neue Mitglieder für den Verein gewinnen. Dafür hat er viele Ideen: Der junge Imker hat eine Internetseite für den Verein erstellt, organisiert Führungen am Bienenstand und hat zwischen den Mitgliedern Imkerpatenschaften eingeführt. Dabei stehen die erfahrenen Imker den Neuen vor allem im ersten Jahr zur Seite. Hilfsmittel zum Imkern können sich die Neulinge beim Verein ausleihen.

Probleme gemeinsam lösen

„Im ersten Jahr braucht man Hilfe“, sagt Dietrich. „Wenn man es einmal geschafft hat, Honig zu produzieren, bleibt man meistens auch dabei.“ Vieles, was er heute weiß, hat sich der Garbsener in Internetvideos abgeschaut – denn er hat als Einzelkämpfer mit dem Imkern begonnen. Seitdem er Mitglied im Verein sei, greife er oft auch schnell zum Hörer und schildere einem anderen Imker sein „Bienenproblem“.

Auch die regelmäßigen Klönabende stellt der neue Vorsitzende immer unter ein bestimmtes Thema: „Ich habe einen Beamer angeschafft und wir schauen uns zu bestimmten Fragen kurze Filme an.“ Mittlerweile würden die Mitglieder schon immer nach neuem Filmmaterial fragen. Ihm sei es wichtig, dass alle durch das Vereinsleben bei ihrem Hobby weiterkämen, erklärt Dietrich, der auch immer wieder an Schulungen im Instititut für Bienenkunde in Celle teilnimmt. „Wir imkern alle unterschiedlich und das ist auch gut so. Dennoch birgt unser Verein auch wenn er noch klein ist, ein großes Potential.“

Info: Wer sich für Bienenzucht interessiert und wissen will, wie man Imker wird, kann sich auf der Internetseite des Imkervereins Osterwald www.imkerverein-osterwald.de informieren. Der Vorsitzende Daniel Dietrich steht unter Telefon (05131) 5026830 für Fragen zur Verfügung.

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